Josef Gredler

38  Pisa, Stadt des Arnos

 

   Als wir unter den kühlenden Arkaden des Borgo Stretto dem Ponte Mezzo zusteuern, bin ich noch ganz in den Eindrücken der Piazza dei Miracoli versunken, dem Platz der Wunder, wie der italienische Dichter Gabriele D’Annunzio diesen Ort nannte.  Nicht dass ich sie noch nie gesehen hätte, aber diesmal hat diese Piazza mit ihren von Menschenhand und menschlichem Schöpfergeist geschaffenen „Wundern“ mich mehr als bisher in ihren Bann gezogen. Ich kenne keinen anderen Platz, der auf einer Größe von gerade einmal ein paar Fußballfeldern so viele architektonische Glanzlichter, Mirakel zur Schau stellen kann – gebettet auf einen saftig grünen, sorgfältigst gepflegten, stets kurz gemähten Rasenteppich. Das Fußballstadion von Pisa, unweit von hier, muss vor Neid erblassen. Auf dieser Piazza rollt aber kein Fußball, auch die Leute, die dann im Laufe des Vormittags in Scharen den Platz füllen, bleiben meist auf den Wegen. Immer wieder habe ich meinen Standort gewechselt, um das architektonische Szenario der Piazza unter einem immer neuen Blickwinkel zu betrachten.

   Kaum angekommen, sind wir eilig die 293 Stufen der „torre pendente“, des Schiefen Turms hinaufgestiegen, um den Dom, das Baptisterium, den Camposanto und die ganze Piazza von oben zu sehen, aus der Perspektive einer Möwe, wenn sie sich an bestimmten Tagen vom nahen Meer hierher verirrt hat. Aber während diese, ihres Irrtums einsichtig, wieder dem Meer zusteuert, kann ich mich von diesem Blick auf diese Meisterwerke höchster sakraler Baukunst und die Dächer von Pisa kaum mehr lösen. Dabei hatte der Aufstieg auf diesen freistehenden, sechsundfünfzig Meter hohen Glockenturm so seine Tücken. Der Turm steht dermaßen schief, dass wir immer wieder Mühe hatten, auf dem Weg nach oben das Gleichgewicht zu bewahren, zumal die Stufen unter den Füßen, obwohl aus Stein, dermaßen ausgetreten sind, dass sie zusammen mit der Neigung nach Süden dem Aufstieg etwas ganz Ungewöhnliches, Befremdendes verleihen. Aber wäre nicht passiert, was der Alptraum jedes Baumeisters ist, wäre dieser Turm zwar staunenswert schön, hätte aber nie diese weltweite Berühmtheit erlangt und nicht einmal halb so viele Menschen würden in einem Sprachengewirr die Piazza zu seinen Füßen füllen. Die ganze Welt kennt ihn so, den Schiefen Turm. Beim Hinabsteigen kommt uns eine Besuchergruppe aus China mit ihren Kameras und Selfiestangen entgegen. Gemeinsam mit dem Schiefen Turm von Pisa, der in ihren Reiseführern sicher in allen Superlativen beschrieben und abgebildet ist, auf einem Foto sein, dazu sind sie um die halbe Erde geflogen. Eine vierköpfige Familie aus den Vereinigten Staaten hat auch diesen weiten Weg gewählt und sitzt, in ihre Reiseführer in der Hand versunken, auf den Stufen vor dem Turm. Eine „guida turistica“ kommt mit hoch erhobenem Fähnlein und reiht sich mit ihrer Gruppe in die Warteschlange ein. In russischer Sprache erklärt sie ihren Zuhörern über Kopfhörer, was es mit dieser „torre“ auf sich hat. Bilder vom Schiefen Turm in Pisa, vielleicht sogar „selfie“ gemacht, sind schon etwas Besonderes. Manche bringen sich mit fast akrobatischen Verrenkungen so ins Bild, als müssten sie den Turm ob seiner bedrohlichen Schräglage mit ihren Händen stützen, damit er nicht einstürze. Wieder unten nehmen wir unsere Eindrücke mit in die Bar am Eingang der Via Santa Maria, wo wir „a fuori“ auf einem der Tische auf der Straße Platz nehmen. Die überhöhten Preise dort lassen uns zusätzlich zu den ohnehin nicht gerade billigen „bigliettis“ einen weiteren Aufpreis für diese Mirakel entrichten, zu denen wir im Schatten zwischen den Häusern bei Cappuccino und einer Pasta, unserem verspäteten Frühstück, bequem und bewundernd nochmals hinüberschauen. Der Anblick ist uns diesen „Aufpreis“ wert.

   Weil das mächtige Eingangsportal an der Westseite des Domes noch verschlossen ist – es müssen noch die Stühle vom gestrigen Sonntag entfernt werden – tauchen wir durch das Ostportal in den mystischen Raum des gegenüberliegenden Baptisteriums ein. Vorher werfen wir von außen noch viele bewundernde und auch fragende Blicke auf seine zylindrische Gestalt mit einer aufgesetzten Kuppel. Fragend deshalb, weil mir erst jetzt auffällt, dass die Taufkirche einen romanischen Unterbau hat, der dann eine gotische Fortsetzung findet, und die Kuppel scheint mir fast ein wenig orientalische Züge zu haben. Ich weiß schon, man darf oder soll den gepflegten Rasen nicht betreten, aber ich kann nicht widerstehen und muss diese mächtige Taufkirche zuerst einmal umrunden und brauche dafür mehr Schritte, als würde ich ein ganzes Fußballfeld der Länge nach abschreiten.  Im Inneren haben wir gleich Gelegenheit, die fast überirdische Akustik zu erleben, weil der für die Ordnung da herinnen zuständige Herr den Raum zur Demonstration für die Besucher gerade mit melodischen Tonfolgen in verschiedenen Tonhöhen und Lautstärken erfüllt.  Da stelle ich mir gleich vor, wie der Taufpriester einst mit seinen unterweisenden und gewiss auch strengen Worten den Raum erfüllt haben mag, sodass betroffenes und vielleicht sogar angstbegleitetes Schweigen zur Antwort der Sterblichen wurde. Jeder namhafte Pisaner wurde hier über das große, achteckige Taufbecken gehalten und so in die Kirche aufgenommen. Die „gewöhnlichen“ Pisaner, deren Namen nicht herausragen konnten, wurden über ein einfacheres Taufbecken einer der vielen anderen Kirchen dieser Stadt gehalten. Hier hat das Leben der Pisaner von Rang und Namen begonnen. Mehr als eine Stunde verweilen wir in kunstsinnigem und betroffenem Staunen.

   Von außen konnten wir den Dom Santa Maria Assunta, ganz in weißen apuanischen Marmor gekleidet, in den kühlen Morgenstunden noch ganz allein und in ungestörter Ruhe von allen Seiten bestaunen. Alles Wissen aus den Kunstführern, in die ich mich zuvor oft lang vertieft hatte, musste verstummen vor der Wirklichkeit, die sich da vor uns mitten auf der Piazza erhob. Fast ein wenig eingeschüchtert betreten wir jetzt den Dom durch das rechte Bronzeportal, dessen Reliefs Szenen aus dem Leben Jesu zeigen, und werden von den Eindrücken fast überwältigt. Die Leser dieser Seiten mögen mir nachsehen, dass ich nicht aufzählen kann, was mich alles in seinen Bann zieht, und dass ich all das nicht wirklich beschreiben kann. Berufenere sollen all die Bilder, Gemälde, Fresken, Reliefs, Skulpturen und alle Bauelemente fachkundig erklären. Ich bin nur einer, den diese Kunstwerke in eine innere Schwingung versetzen. Man kann das Innere dieses Domes aber nicht wirklich beschreiben, man muss hierherkommen und mit eigenen Augen schauen. Mir wird aber im Blick zurück auch bewusst, dass nicht nur Glaube und künstlerisches Genie diesen Dom geschaffen haben, sondern auch Macht und Geld aus siegreichen Seeschlachten. Über beides verfügte die Stadt Pisa, als sie noch eine mächtige Seerepublik war, in reichem Maße. Auf ihren Galeeren brachte die siegreiche Kriegsflotte der wichtigsten Seemacht am Mittelmeer immer wieder wertvolle Beute und kostbares Raubgut in die Stadt. So fällt auf den Glanz des Dominneren auch ein Schatten. Wenn im Baptisterium das Leben jedes vornehmen Pisaners begann, dann sollte es sich hier in dieser Kirche fortsetzen. Hierher sollte er gottgläubig kommen, um das zu feiern, was in dieser Kathedrale fast überirdisch und unnachahmlich abgebildet und geformt ist. Bei aller Bewunderung, was auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes in fünf Längsschiffen und den beiden Querschiffen in fast überirdischer Opulenz zu sehen ist, es wird überhöht von dem Geheimnis des Glaubens, das jeden Tag um acht Uhr früh in der „Capella Santissimo Sacramento“ im linken Querschiff unscheinbar und in aller Stille gefeiert wird, vor den Blicken bloß schauender Massen geschützt.

   Die Piazza dei Miracoli sollte die ganze „vita“ der namhaften Persönlichkeiten der Stadt aufnehmen. Im Baptisterium nahm sie in Gottes Namen ihren Anfang und auf dem heiligen Feld des Camposanto wurde das, was auch von den „bedeutsamen“ Pisanern sterblich zurückbleiben musste, kunstvoll und für die Nachwelt zum bleibenden Gedenken in einem monumentalen Kreuzgang in Sarkophagen und unter schweren weißen Marmorplatten beigesetzt. Zwischen Anfang und Ende ihres Erdendaseins sollten die Pisaner zumindest allsonntäglich und zu allen heiligen Zeiten und Festen in den Dom kommen. Das war heilige Pflicht, der man sich trotz Rang und Namen nicht entziehen durfte. Am Ende unseres betrachtenden Weges auf der Piazza, der drei Tage dauert, stehen wir nun im „Camposanto Monumentale“. Hier wird und wurde nichts beschönigt, Gericht und Tod wurden den Pisanern zur Mahnung an die Wände gemalt und vor Augen geführt. Der Innenhof, den der imposante Kreuzganz ausspart, ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Friedhof. Nirgendwo anders strahlt für mich ein solcher Ort mehr Frieden aus als hier. Wenn man vom schweren Kreuzgang den Innenhof betritt, ist es, als würde sich hier für die Verstorbenen die Erde zum Himmel hin öffnen. Als wir meinten, im Duomo, im Battistero und im Camposanto alles gesehen zu haben, wurden wir im Museo dell’Opera del Duomo und im Museo delle Sinopie eines Besseren belehrt. Viele Kunstwerke aus den sakralen Bauten dieser „piazza santa“ befinden sich dort. Eine Woche wollten wir uns Zeit nehmen für Pisa von der Stadt bis zum Meer. Nun haben wir schon drei Tage nur auf der Piazza verbracht, unterbrochen von Streifzügen durch die Stadt.

   So sitzen wir hier wohl schon mehr als eine Stunde am Lungarno… ganz in pisanischen Gedanken versunken. Als diese Stadt noch eine mächtige und gefürchtete Seerepublik war, hatte der Arno in Pisa schon das Meer erreicht. Nur direkt am Meer gelegen und mit einem mächtigen Hafen konnte Pisa zu jener Seemacht aufsteigen, die dann auch solche Wunderwerke finanzieren konnte. Als das Meer sich dann immer weiter zurückzog und der Hafen zunehmend versandete, begann der Stern der Stadt unaufhaltsam zu sinken, bis sie zum Spielball anderer Mächte wurde. Auf ganz andere Weise ist Pisa später jedoch wieder aufgestiegen zu neuer Größe. So durchstreifen wir die Stadt, ziehen durch ihre Straßen, die uns Pisas Geschichte erzählen, suchen ihre vielen großen und kleinen „piazze“ auf, schauen, hören und erleben die „città di piazze“, wie Pisa auch gerne genannt wird. Wir steuern aus einer Seitengasse auf eine uns empfohlene Trattoria in der Piazza Dante zu, da versperren uns – ohne jede Absicht – einige „ragazzi“ aus Pisa mit ihren Mopeds den Weg, ganz aufgeregt im Gespräch mit schönen „ragazze“, die genau in jenem Alter zu sein scheinen, in denen die Auspuffgase der Mopeds noch ganz verführerisch duften. Wir gehen den Arno zu beiden Seiten flussabwärts und flussaufwärts und atmen die Stadt gleichsam ein. Am Abend überfällt uns dann die ganze Müdigkeit, die bis dahin von den vielen Eindrücken verdrängt worden ist.

   Pisa ist nicht nur eine Stadt großer Geschichte, großer Meister und ihrer großen Werke, Pisa ist auch die Stadt des Arno. Mehr noch als in Florenz hat der Arno die Geschichte dieser Stadt, ihren Aufstieg und Glanz mitbewirkt, aber auch ihren Niedergang und ihren neuerlichen Aufstieg. Seine Ufer bieten seit Jahrhunderten Verliebten Gelegenheit für romantische Spaziergänge. Befreit von aller vergangenen Macht zieht Pisa die Menschen aus aller Welt an wie ein kostbares, einzigartiges Juwel. Von der Piazza Garibaldi betreten wir den Ponte Mezzo und sind jetzt wirklich mitten in der Stadt. Wir blicken dem Arno entgegen, wie er schon hochbetagt sich Pisa nähert. Er scheint das Ende, das ihm in wenigen Kilometern bevorsteht, zu ahnen und noch einmal zurückzuschrecken, sodass er in großen bedächtigen Schleifen dieses hinauszögern möchte. Ein letztes Aufbäumen gegen das Unvermeidliche sozusagen, ehe er sich in Pisa dann doch in sein Schicksal fügt, und wir blicken ihm nach, wie er in weiser Gelassenheit geradewegs dem Meer zuströmt. An manchen Tagen kann man den schwachen Puls seines Fließens kaum noch feststellen, da scheint der Arno stillzustehen, als glaubte er sich schon am Ziel. Wenn am späteren Nachmittag dann eine frische Brise vom Meer herein flussaufwärts zeiht, hat man fast den Eindruck, als würde sie den Arno, den die Kräfte allmählich verlassen, vor sich her flussaufwärts treiben. An solchen Tagen haben wir den Arno schon Richtung Florenz fließen sehen. Aber den Lauf des Lebens kann auch der Wind nicht umkehren und die Schwerkraft des Schicksals nicht aufheben.

   Zur Rechten des Arno ist auf den letzten Kilometern vor dem Meer ein Flecken Erde gewachsen, der mir mehr noch als die weltberühmten sakralen Bauten der großen Pisaner Meister als Mirakel erscheint. Wir haben diese eben noch bestaunt und tauchen dann, geradeaus dem Lauf des Arno folgend, in die Tenuta di San Rossore ein und erleben, welch wunderbare Landschaft die Natur zu formen vermag, wenn der Mensch sie nur nicht daran hindert. Von Casala La Sterpaia lassen wir uns von Antonio und seiner Leonarda – einer ebenso klugen wie anmutigen Stute – auf einer „carrozza“ durch dieses Naturreservat ziehen. Nur so können wir sehen, was wir sonst nie zu Gesicht bekämen, auch nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Antonio, groß und stattlich und schon etwas in die Jahre gekommen, besitzt ganz die Ausstrahlung eines „conte“, eines Grafen, will aber nur mit Antonio, ohne „signore“, angesprochen werden. Antonio ist kein „guida“, kein Touristenführer, er ist ein Botschafter, ein Prediger, der mit diesem Flecken Erde, der sein Leben ist, leidenschaftlich verbunden ist. Er spricht davon, als wäre San Rossore ein Teil von ihm oder als wäre er ein Teil von San Rossore. Drei Worte sind es, die Antonio immer wieder andächtig, staunend und dankbar über die Lippen kommen, um das Geheimnis dieser seiner Welt hier zu lüften: „Vento“ ist der kühlende Wind, der unablässig vom Meer hereinströmt, während es nur wenige Kilometer weiter in der Stadt mehr als dreißig Grad hat, ein ungewöhnliches Phänomen, nicht nur heute, sondern auch im Hochsommer, wenn die Menschen in Pisa unter der großen Hitze stöhnen.“ „Sabbia“ ist der feine weiße Sand, der ganz San Rossore tief bedeckt und imstande ist, Feuchtigkeit lange zu speichern und so diese wundersame Vegetation entstehen zu lassen. Diesen Sand hat das Meer zurückgelassen, als es sich immer mehr zurückzog von der Stadt, und dieser Sand ist auch das Geheimnis, warum hier zwischen hohen, weit ausladenden Pinien, seltenen Eichen, blühenden und Beeren tragenden Büschen und Sträuchern, Blumen, Farnen und Schilfrohren ein Kleinklima entstanden ist, das vor den Toren der Stadt ein Stück Garten Eden geschaffen hat. Immer wieder fordert uns Antonio auf, so wie er ganz tief einzuatmen, um den „profumo“, den einzigartigen Duft in vollen Zügen zu genießen, den Bäume, Sträucher und Blumen hier verbreiten. So oder so ähnlich muss das Paradies wohl gewesen sein. „Il vento, la sabbia, il profumo“ sind zum Credo von  Antonio aus Pisa geworden. Die Versandung hat die Stadt seinerzeit ihres Hafens verlustig gemacht und war daher nicht schuldlos am Niedergang der Stadt als mächtige und wohlhabende Seemacht. Aber niemand macht heute dem weißen Meeressand deswegen Vorwürfe, dieses paradiesische Naturreservat ist schließlich ein Geschenk der „sabbia“ und des „vento“. Wir erschrecken, als – nur „einen Steinwurf“ vom Stadtzentrum entfernt – ein „cinghiale“, ein Wildschwein, unerwartet aus dem Gebüsch stürmt und ohne Scheu neben unserer „carrozza“ stehen bleibt. Es hat sich an das Pferd gewöhnt und das Pferd an das Wildschwein, beide haben keine Scheu mehr voreinander. Und wir werden gar nicht beachtet. Ein „daino“, ein Damhirsch, der den Weg kreuzt, verschwindet schnell wieder zwischen den Bäumen. Der „fiume morto“, ein langer, linealgerader Wassergraben, der San Rossore durchzieht und den wir nun entlangfahren, ist alles eher als tot. Ein Silberreiher, Exemplar einer ganzen Kolonie dort, sitzt am gegenüberliegenden Ufer, ehe er zum Flug ansetzt. Wir sind ganz ins Schauen versunken, unser Blick findet immer wieder neue Bilder, die nur wenige Kilometer von der Piazza dei Miracoli entfernt, uns ganz andere Wunder staunend betrachten lassen, nicht von Menschenhand, sondern von der Natur geschaffen. Die einst großen Meister der Stadt, wie Buschetto, Guglielmo, Giambologna, Giovanni, Andrea und Nino Pisano, Cimabue, Diotisalvi, Gherardo… mögen mir verzeihen, dass mich diese Mirakel der Natur hier sogar noch mehr beeindrucken als ihre großen Meisterwerke auf der Piazza, vor denen ich mich in den letzten Tagen in ehrfürchtiger Bewunderung verneigt habe, auch wenn sie die Werke der Natur nie werden übertreffen können, denn der größte Maler, Bildhauer und Baumeister ist die Natur.

 

© Josef Gredler