Josef Gredler

011  Sich in Gott fallen lassen

 

 

Man kann nicht etwas von IHM wollen,

man muss IHN wollen

man kann IHN nicht ein bisschen wollen,

man muss IHN ganz wollen.

ER will nicht etwas von mir,

ER will mich,

ER will mich nicht ein bisschen,

ER will mich ganz

Es geht um Beziehung,

nicht um ein Geschäft.

Wer es mit IHM zu tun bekommt,

muss sich ganz auf IHN einlassen,

sich ganz zu IHM hin loslassen,

sich ganz in IHN fallen lassen.

Das lässt uns zögern.

Sollen wir das riskieren?

Können wir das?

Was hat das für Konsequenzen?

Welche „Garantien“ haben wir,

dass das gut geht,

dass es kein naives Abenteuer wird?

Was sagt ER dazu?

„Kümmert euch zuerst um das Reich Gottes,

alles andere wird euch dazugegeben!“

Ein kühnes Versprechen,

wir tun uns schwer damit.

Was heißt das in letzter Konsequenz?

Wir sind es doch gewohnt,

uns selber um alles zu sorgen.

Heißt das etwa,

dass ich ihm das Steuer überlassen soll?

Kann ich IHM das Steuer meines Lebens einfach ganz überlassen?

Wohin fährt ER mit mir?

Was soll dann ich tun?

Sitz ich dann einfach bequem daneben

und schau zu?

Ich soll die Fahrt einfach IHM überlassen

und mich um das Reich Gottes kümmern.

Ich darf IHN nicht billig zum Schofför

meiner täglichen Anliegen missbrauchen.

Ich darf mich vom Steuer zurückziehen,

um ganz frei zu sein dafür,

dass ER mich will

und ich IHN will?

Und wenn ich das tu,

dann kümmert ER sich um alles andere?

Ich soll mich nicht mehr täglich

sorgen, quälen und nöten,

nicht mehr eilen, hasten und jagen?

Ich soll mich auf diese Beziehung

zu IHM einlassen.

Diese „Rollenverteilung“ wagen.

Ich brauche mich nicht mehr um alles zu kümmern,

nur noch um dieses eine,

aber so Wesentliche:

was ER von mir will.

Um alles andere kümmert ER sich.

Eine völlig neue Lebensperspektive.

 

© Josef GREDLER